Marktlage · Stand: Oktober 2026
Die Erholung kommt bei vielen Mittelständlern nicht an
Die Auftragseingänge der Schweizer Tech-Industrie lagen im ersten Halbjahr 2026 um 12,1 Prozent über dem Vorjahr. Getragen wurde das Wachstum aber fast nur von den Grossunternehmen: Die Umsätze der KMU sanken im selben Zeitraum um 3,8 Prozent. Die Kapazitätsauslastung lag mit 81,1 Prozent deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85,6 Prozent, und rund ein Viertel der Unternehmen schrieb im Vorjahr eine negative EBIT-Marge.
In Deutschland rechnet der VDMA für 2026 mit einem realen Produktionsrückgang von 2 Prozent im Maschinen- und Anlagenbau, dem vierten in Folge. Die Zahl der Grossinsolvenzen im deutschen Maschinenbau lag 2025 mit 38 Fällen deutlich über dem Fünfjahresmittel. In der Schweiz erreichten die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Stand seit 1994. Ein Teil des Anstiegs geht darauf zurück, dass öffentliche Gläubiger offene Forderungen seit der Revision des Betreibungsrechts konsequenter einfordern.
Wer heute wartet, bis die Nachfrage zurückkommt, verliert Zeit. Die Unternehmen, die jetzt ihre Prozesse, ihren Vertrieb und ihr Working Capital in Ordnung bringen, gehen gestärkt aus der Schwächephase.
Quellen: Swissmem, Medienmitteilung vom 24.08.2026; VDMA, Konjunkturprognose September 2026; Falkensteg, Auswertung Grossinsolvenzen 2025; Dun & Bradstreet Schweiz, 1. Halbjahr 2026.







